Die Geschichte von Hattingen-Baden

Quelle: Heimatbuch von Hattingen

Autor: Paul Willimski

Erscheinungsdatum: Juni 1973

Vorwort:
Die Aufgabe des Heimatbuches von Hattingen und dieser Homepage ist es, die Vergangenheit des Dorfes aufzuhellen, nachfolgenden Generationen "vom heutigen Dorf, seinen Einwohnern und seinem Lebensstil" zu berichten, sowie über das heutige "Hattingen" zu Informieren. Vorgeschichtliche Zeit: In der vorgeschichtlichen Zeit ist leider nur von äußerst spärlich Funde zu beichten.
Im Gutenbühl, ca. 1 km südwestlich Hattingens, wurde eine Gruppe von 12 Grabhügeln, Tongefäße und Bronzeschwert gefunden, ebenso Tonscherben verzierter Gefäße. Im Windegger, nordöstlich Hattingens wurde eine 2. Gruppe von 4 Hügeln, die "Leichenbrand" enthielten gefunden. Dabei handelte es sich um farbig verzierte Tongefäße, unkenntlich gewordene Eisenreste, und eine kleine Bronzefibel.

Erste urkundliche Erwähnung:
Im Reichenauer Schenkungsverzeichnis aus den Jahren 796-973. Graf Berchtold schenkte Hattingen dem Kloster Reichenau einträgen nach "allem Anschein " 973. Hattingen selbst ist wesentlich älter. "Aller Wahrscheinlichkeit" nach zur Zeit der "alemannischen Landnahme" um 273 n.Chr. gegründet. Der Name Hattingen heißt so viel wie "Siedlung des Hatto"

Die Vogtei Hattingen:
Hattingen war Vogtei, zugeordnet auch die Dörfer Emmingen a.E. und Biesendorf. Der Vogt hatte seinen Wohnsitz zuerst in Hattingen. 1623: Pfarrei von Hattingen erhält noch einen Kaplan. Es war für Pfarrer große Belastung, Gottesdienst auch in der Wallfahrtskirche Brunnen mitzumachen.

Die Pfarrkirche in Hattingen:
Im Jahre 1212 wurde die Hattinger Pfarrkirche erstmals urkundlich erwähnt. Die heutige Pfarrkirche, die auf den Fundamenten der alten ruht, stammt von 1607 Hattingen immer eine ergiebige Pfarrpfründe, da umfangreicher Grundbesitz vorhanden war. Viele Geistliche bewarben sich nach Hattingen. Die Schutzpatronen der Pfarrkirche in Hattingen sind Theopont und Synesius.

Die Brunnenkapelle:
Um die Brunnenkapelle drehen sich alte, ehrwürdige Geschichten, so manche Legende rankt sich darum. Wurde von ihrem "Eremiten" versorgt, der wohl Andacht hielt und auch gg. Entgelt wirtete Auch Roßkapelle genannt, weil sich einer Sage nach einmal ein Roß auf dem Chor gefangen hatte und durch das "anfressen" des Glockenseils auf sich aufmerksam machte.


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